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„Brückenbauen“ – Lehrer der Andreas-Schneider-Schule Heilbronn auf internationalen Wegen: Einer von Elf!

Wir schreiben den 09. April 2016. Es ist 10:25 Uhr und ich verlasse den Hauptbahnhof Stuttgart. In etwas mehr als acht Stunden erreiche ich das Ziel Ljubljana, die Hauptstadt Sloweniens. Für mich beginnt das Abenteuer Erasmus+. Ein internationales Programm, das Lehrkräften den Zugang zu neuen Unterrichts- und Lernmethoden im Ausland öffnet und internationale Beziehungen zwischen den Schulen innerhalb Europas forciert. Als einer von elf Lehrerkollegen erlebe ich eine internationale Lehrerfortbildung zum Thema „Education for Tomorrow“. Für mich, ein Novum.

Und die Internationalität der Fortbildung wird gleich am ersten Tag deutlich. Lehrer aus den unterschiedlichsten Ländern wie Griechenland, Malta, Belgien, Lettland, Litauen stellen sich vor und berichten über ihre individuellen Unterrichtsmethoden und Bildungssysteme.

Die unterschiedlichen Ansichten und Ideen der 20 teilnehmenden Pädagogen versprechen schon jetzt lebhafte Diskussionen. Eine multikulturelle Truppe in der nur ich deutsch spreche. An sieben Tagen wird über innovative Bildungsansätze auf englischer Sprache referiert und diskutiert. Im Fokus steht dabei das Lernen der Zukunft. Wie können sich Schulen und Lehrer auf die nächste Bildungsgeneration vorbereiten, wie müssen Lernprozesse gestaltet sein. Die unterschiedlichen Erfahrungen stellen sich dabei wie erwartet als Schlüssel zum Mehrwert dar. Jede Bildungstheorie wird offen und kontrovers, insbesondere im Hinblick auf ihre jeweilige praktische Eignung, diskutiert. Ein europäisches Miteinander mit dem Ziel, die Bildung insgesamt, für Europa voranzubringen. Imposante praktische Impulse kann die Gruppe beim Besuch einer slowenischen Schule sammeln. Hier funktioniert das innovative Lernen wie von selbst. Alles scheint zu funktionieren. Die Schüler fühlen sich in ihrer Schulumgebung wohl, sind offen und helfen sich gegenseitig. Die älteren Schüler stehen den jüngeren Schülern als Lernpaten zur Verfügung. Selbstorgansiertes Lernen ein unmögliches Unterfangen? Nein, es funktioniert. Beindruckend. So zentral die innovativen Lernansätze präsent sind, so bedeutend ist der informelle Austausch unter den internationalen Kollegen. Eine offene und herzliche Atmosphäre öffnet Raum für Kontakte zwischen den Schulen in der Zukunft. Nicht zuletzt sind Freundschaften entstanden. Mein Fazit: Erasmus+ ist ein voller Erfolg. Einen Kritikpunkt habe ich aber: Die sieben Tage waren viel zu kurz!

Björn Stumpf