Nachricht

Neu an der ASS 2015/2016: Tablet-Klasse im WG

Lehrer und Schüler erproben neue Möglichkeiten im Lernprozess durch Einsatz von Tablets

von Kerstin Horn

Nachdem die Andreas-Schneider-Schule vom Kultusministerium im vergangenen Schuljahr als einzige Schule im Heilbronner Raum für den Schulversuch "Tablet-Klasse am Wirtschaftsgymnasium" ausgewählt wurde, liefen die Vorbereitungen auf Hochtouren.

 

 

Geräte (Microsoft Surface 3 mit Tastatur, Stift und Windows 8.1 Pro) wurden angeschafft, die betreuenden Koordinatoren des Schulversuchs (Herr Cleesattel, Frau Fichtner und Herr Racic) wurden ernannt, Fortbildungen und ein Pädagogischer Tag thematisierten brennende Fragen im Zusammenhang mit den Tablets, aber natürlich vor allem auch die vielen neuen digitalen Möglichkeiten der didaktischen Arbeit. Die Kolleginnen und Kollegen erhielten ihre Geräte („Das ist ja wie Weihnachten!“), es wurden Nutzungenbedingungen formuliert, Regeln und Datenschutzund Schülerrechte am Gerät diskutiert, eine Kommunikationsplattform eingerichtet und regelmäßige Teamsitzungen abgehalten. Einen wahren Kraftakt leistete unser Herr Racic, tatkräftig unterstützt von unserem Schulleiter Herrn Arweiler, mit der Einrichtung des WLANs und der technischen Umsetzung und Optimierung. Nun konnte es losgehen.

Das Schuljahr begann spannend für unsere WG11A und ihre Lehrerinnen und Lehrer.

Nachdem unsere Tablet-Schüler des Profils Wirtschaft in den ersten Wochen mit den konventionellen Methoden vertraut gemacht wurden, und nachdem sie mit der Einführung in die Oberstufe und all den neuen Eindrücken erst einmal beschäftigt waren, kam der aufregende Tag der Tablet-Ausgabe. „Herr Cleesattel, was muss ich jetzt machen?“ Klassenlehrer Herr Cleesattel und all die anderen Tablet-Kollegen erklärten, installierten geeignete Apps, machten in Mathe Online-Tests, probierten erstmals den Umgang mit digitalen Schulbüchern aus,recherchierten im Fach Wirtschaft von jetzt ab online im Netz,

erzeugten in Chemie Lernvideos zur Wiederholung, trainierten in Spanisch mit Hilfe von Ebooks und Lern-Apps Aussprache und Wortschatz, ließen die Schüler in Englisch als Hausaufgabe Gruppenaufsätze schreiben (bei denen sie gemeinsam von verschiedenen Orten aus an einem Dokument arbeiteten , jeder in einer anderen Farbe, unmittelbar voneinander lernend) die in der gemeinsamen Cloud – wie auch alle anderen gemeinsamen Arbeitsblätter, Hausaufgaben und Präsentationen – abrufbar bleiben.

Unter den Schülern wurden nun Tablet-Beauftragte benannt, die für ihre Klassenkameraden als direkte Ansprechpartner bei „Kinderkrankheiten“ im Umgang mit unseren Tablets fungieren und wöchentlich den Kontakt zu unserem Herrn Racic halten, um sich Hilfe zu holen bei größeren Stolpersteinen. Doch bis jetzt zeigt der Schulversuch eine durchaus positive Entwicklung ohne unlösbare Probleme.

Schon bald interessierte sich auch die Presse für unsere ersten Erfahrungen mit dem Schulversuch (Bericht Heilbronner Stimme vom 11.11.15), und es machte Spaß die Begeisterung unserer befragten Schülerinnen und Schüler in diesen Interviews mitzuerleben.

Insgesamt haben wir einen guten, relativ reibungslosen und vielversprechenden Start mit den Tablets erlebt, und es ist jetzt schon absehbar, dass die Mühen, der zusätzliche Zeitaufwand und die Pionierarbeit unserer Tablet-Kollegen Früchte tragen und ganz neue Lerndimensionen eröffnen werden. Geplant sind nun kollegiale Hospitationen und schulinterne Fortbildungen, damit künftige Tablet-Kollegen von diesem Pioniergeist ein wenig profitieren können. Ich bedanke mich ganz herzlich bei allen Kolleginnen und Kollegen der Tablet-Klasse für Ihren Einsatz, ihre Kreativität, ihren Teamgeist und für ihre Begeisterung, die schon jetzt spürbar auf die Schülerinnen und Schüler übergegangen ist.