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Abschied vom Leitwolf - Festakt zur Verabschiedung von Schulleiter Dr. Herbert Wolf

Bericht der Heilbronner Stimme vom 23. Juli 2011 (von Stefanie Pfäffle)

Heilbronn - Er war ein Macher, ein Mann der Tat, immer bereit für Innovationen und mit einem offenen Ohr für seine Schüler. "Mir finden keinen Besseren", zitiert Wolfgang Schnabel, Personalratsvorsitzender der Andreas-Schneider-Schule in Böckingen einen Kollegen. Doch mit all dem ist es jetzt erst mal vorbei. Am Donnerstag wurde Schulleiter Dr. Herbert Wolf mit einem ausführlichen, durch unterhaltsame Beiträge von Lehrern und Schülern aufgelockerten Festakt in den Ruhestand verabschiedet. Sein Nachfolger, der bisherige Stellvertreter, Dieter Arweiler an der kaufmännischen Schule des Landkreises, wurde willkommen geheißen.

 

Ziele
1992 wollte der Kreistag keinen anderen Schulleiter als Dr. Herbert Wolf, erinnert sich Landrat Detlef Piepenburg. "Man hätte dafür sogar Streit mit dem Oberschulamt auf sich genommen, aber sie waren einfach der Meinung, dass Sie der Richtige waren und sind für die Ziele dieser Schule." Die da lauten, junge Menschen so auszubilden, dass sie für ihren eigenen Lebensunterhalt sorgen können und damit auch Fachkräfte für die Region stellen.

Stetig habe Wolf seine Schule vorausschauend verändert und den Gegebenheiten angepasst. So galt die Schule als Pilot bei der Vernetzung mit anderen und bei der Einführung eines Intranets. Außerdem sorgte Wolf dank Junior- und Übungsfirmen dafür, dass seine Schüler ihr Wissen auch praktisch umzusetzen lernten. Gar nicht zu sprechen von den neuen Ausbildungsgängen, allen voran das Wirtschaftsgymnasium.

Dem promovierten Chemiker sei es immer wieder gelungen, Engagement und Begeisterung zu vermitteln und zu wecken, lobt Ellen Andersen, Referatsleiterin Berufliche Schulen im Regierungspräsidium Stuttgart. "An den nichtpädagogischen Jahresrhythmus, den ohne Ferien, müssen Sie sich jetzt noch gewöhnen."

Nicht nur von oben gab es Lob, soauch aus der Wirtschaft, von Mitarbeitern und Schülern. Immer voraus sei er gewesen, der Chef, findet Schnabel. "Auch wenn ein Kollege mal sagte, beim Chef wird alle zwei Wochen eine neue Sau durchs Dorf gejagt." Zumindest aber habe er ihnen immer die Chance zur Mitgestaltung gegeben. Er befahl nicht, sondern förderte. So entstand ein Verhältnis von gegenseitigem Vertrauen, Anerkennung und Wertschätzung. Das galt auch für die Zusammenarbeit mit der SMV, wie die Schülersprecher Sebastian Leveringhaus, Stephanie Springer und Marvin Rieger betonen. "Er war ein richtiger Glücksgriff."