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Wirtschaftsgymnasium

Abi – Alliterationen für Dichter und (Zurück)Denker

Beinharten Bodybuilder öfters beim Bäcker gesehen

Mit Michael auf dem Weg zur Schule

gefühlt so etwa um 8.10.

Caroline für C.

Die ließ es gern krachen.

Das Trio infernal,

da gab es immer was zu lachen.

C auch für Crashkurs, für chillen und chronisch krank,

für Caletti carismatico, und für Chemie,

der Dietz sei Dank.

Das drängelt zum D

Wie Deutsch und diverse Dramen.

Doof, dass die Dame nicht drankam!

Für Dürrenmatt und euch gab es da kein Erbarmen.

Einige von euch spielten gar Theater,

richtig gut, wir konnten das bezeugen.

Ganz andere Dramen kamen nach den Noten,

das war dann eher ein gegenseitiges Beäugen.

E nun wie Ehrgeiz und Eifer, Ehrfurcht und Engel

Eitle passt hier alphabetisch, inhaltlich war bei ihm hier nicht so ein Gedrängel.

Doch engagiert waren viele,

sei es im Unterricht, bei Kuchenspenden

oder in Italien

auf der nächtlichen Terrassendiele.

Elenas gab es gleich drei

Auch von den Webers waren einige dabei.

F wie Fußball, wie Fans und wie Fahne,

F auch für Freude, ihr wart einfach erste Sahne.

G wie Grillfest, wie Gruppen und Gräben

gar nicht gelassen, gar giftig machte die A sich gegenseitig gelegentlich schwer

das Leben.

H wie Harhoff heißt deshalb Hoffnung, heißt auch mal verzeihen,

den anderen nehmen wie er ist,

dann können Beziehungen gedeihen.

Das Ich nicht so wichtig nehmen, das du umso mehr.

Das möchte ich Ihnen mitgeben

Obwohl ich weiß, es ist schwer.

I auch für Indien, interessant hoch drei,

einige von Ihnen waren in Bangalore mit dabei.

Indische Schüler bei uns,

Kommunikationstraining pur,

nicht nur in 11 im Theater sondern auch hier hautnah mit dieser freundlichen Kultur.

J steht heute für Jubel, für Jahrgang der Gestressten.

Von Anfang bis Ende unter Sorge und Strom,

doch dabei eindeutig die bisher besten.

J auch für Jan, mein Mann für alle Fälle.

Zumindest beim Schweigen der Lämmer in Englisch

war er immer gern für mich da, so eben mal auf die Schnelle.

J auch für Jackson, das verstorbene Idol,

J zum Gedenken an Japan

Da klingt jeder Reim eigentlich blöd und hohl.

Als für euch die Lichter zum schriftlichen Abitur angingen, gingen sie in Tokio aus.

Wer konnte schaute Fernsehen – und kam aus dem Fukushima-Schock nicht mehr heraus.

Trotzdem möchte ich es wagen,

meine jungen Dichter und Denker weiter mit Alliteration und Reimen zu plagen.

K für Klassenteilung, Katastrophenalarm!

Krise für Langzeitehen wir die von Maxi und Rebecca.

Doch schon bald war der Schmerz vergessen.

Man ging sich in Mischkursen wieder liebevoll auf den Wecker.

Kaum kam das Kurstufen-K,

kam auch das Kernforschungszentrum mit dem Harr.

Kabale und Kostenrechnung, Kubakrise und Kunst,

nun sind Sie erstmal befreit

von all diesem kompakten, echt krassen Wissensdunst.

Schon Kult ist der Kaspar mitsamt seinem Laster,

Kretschmann und Co. machte im Ländle sensationell so manch jungen Erstwähler froh.

doch krönen tut das K

die Kursberatung durch Ammon und Schmitt –

die zwei waren zuverlässig jederzeit für Sie da.

Liebevoll lugt das L zurück auf lustige Stunden,

auf Lena und Lisa und labernde Lehrer,

bei Leithold ging´s locker zu, bei anderen wurde es irgendwie immer nur schwerer.

Bin Laden geschnappt, Kate endlich für ihren William als Braut verpackt

Gaddafi war noch am toben,

da beherrschte ich mich nur sehr schwer meine B nach dem schriftlichen englischen Abi nicht stolz und lautstark zu loben.

10 Punkte im Schnitt!

Niemals in irgendeiner Arbeit zuvor!

„Ja, Frau Horn, Ihre Arbeiten sind einfach zu schwer!“,

das sagten Sie mir ja nun drei Jahre im Chor.

Hier mahnt mich das M, mehr milde zu sein.

Obwohl man auch sagen muss, vielleicht hatten Sie einfach nur Schwein.

Doch nicht nur für Noten steht das N und die Farbe Rot,

auch Neugier auf Neues sollten Sie lernen und sich möglichst erhalten bis zum Tod.

O wie poetisch, und schwupps, schon beim P.

Praktikum und Partys und dabei gern auch mal einen im Tee.

Penetrantes Pauken, Panik und Prüfung

Zum Schluss ohne Pause.

Doch vorm Endspurt, Sie ahnen was kommt, machten wir noch einmal kräftig die Sause.

S steht für Studienfahrt, für schwitzen und suchen,

ich merkte ich werde alt, denn meine Nerven würden die nächtliche Suchaktion nicht noch einmal heile verbuchen.

Siena´s schillernde Schönheit, wir waren betört,

nur vom Stress der danach kam,

waren wir doch reichlich verstört.

Belohnung im hübschen Weingut, gepflegt essen und trinken.

Doch wir mussten aufpassen, das Stocknüchtern-Niveau begann merklich zu sinken.

Ach Toskana, du traumhaftes T

Schwer schafft man die Wende zu Alltag und Abitur in spe.

Doch unmissverständlich unkt das U:

Zunehmend Unruhe, Unmut – und Übelkeit noch dazu.

U auch wie Unfall und V wie Vogelmann,

trotz Schmerzen und halb noch im Krankenhaus

rückte er allen Ernstes zur mündlichen Prüfung an.

Hier zeigt sich in diesem Gedicht,

im Zweifel zu Gunsten des Schülers und zu Gunsten der Fürsorgepflicht.

Wehmütig weint das W,

bald werden sie wirklich weg sein, meine strahlenden Abiturienten,

es tut jedes Jahr weh.

Ein Wiedersehen wäre toll, dafür ist es ja nie zu spät,

ein Winken auch für Direktor Wolf, der gemeinsam mit euch  geht.

X ist die Unbekannte, nicht nur in Mathe.

Yasemin, meine Y-Frau, kämpfte bis zum Schluss

Und zeigte was sie doch noch alles auf der Pfanne hatte.

Das Z steht für Schluss, genug vom Wortgeeier,

Zeit für die Preisträger und für die ausgelassene Feier.

Es ist trotz Abschied einfach schön zu sehen,

wie sie als Jugendliche zu uns kamen

und als tolle, gewachsene Persönlichkeiten wieder gehen.

Schauen Sie Ihr Leben lang immer nach vorn und nicht so sehr zurück,

für Ihre Zukunft viel Erfolg

und von Herzen ganz ganz viel Glück!