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Wirtschaftsgymnasium

Die Indien AG fährt vom 25. Oktober bis zum 8. November 2009 zum Besuch unserer Partnerschule nach Bangalore

 

Die Indien AG fährt vom 25. Oktober bis zum 8. November 2009 zum Besuch unserer Partnerschule nach Bangalore. Zur Vorbereitung der Reise war Mr. Mathew aus Bangalore zu Gast in der Andreas-Schneider-Schule.

„Was zieht man da an?“

„Was bringen wir unseren Gastgebern mit  und wie sprechen wir sie an?“

„Müssen wir da mit den Fingern essen?“

„Wie vermeiden wir Fettnäpfchen?“

Mit Fragen wie diesen wurde Mr. Thomas Mathew am Nachmittag des 25.09., der sowohl in Bangalore als auch in Stuttgart zu Hause ist, von unserer Indien-AG – genau einen Monat vor unserer Abreise nach Bangalore – bestürmt.

„Ihr könnt mich alles fragen! Wenn ich rot werde, sieht man das nicht.“ Es wird vor allen Dingen laut, unvorstellbar laut! „Das ist, als wenn ihr jeden Tag, jede Minute hier den Sieg der Fußballweltmeisterschaft feiern würdet!“ Auf 19 Sprachen, verschiedenste Religionen, höchstgefährlichen Verkehr, unzählige Kühe auf den Straßen und auf den Anblick bitterster Armut müssen wir uns einstellen. Aber auch auf unsagbare Freundlichkeit, Hilfsbereitschaft und Neugier der Inder. „Die  deutsche Gründlichkeit und Pünktlichkeit lasst am besten hier.“ Für großes Gelächter sorgte die Vorstellung, dass der Inder gern den Kopf schüttelt während er „No problem!“ sagt und das ein Nein noch lange nicht als Nein akzeptiert wird, vor allem nicht von Händlern und bei den gastfreundlichen indischen Familien.

Über die dringlichste Frage der Mädchen nach der richtigen Bekleidung konnte unser Gast nur lächeln. „Zieht euch normal an. Vielleicht nicht zuviel Haut zeigen. Ihr könnt aber im Grunde anziehen was ihr wollt, ihr fallt sowieso sehr auf, und jeder wird sich mit euch fotografieren lassen wollen!“

Ebenfalls lachen mussten wir als Mr. Mathew uns versicherte, es sei ja ohnehin nicht heiß, wenn wir kommen (wir erwarten Temperaturen von 30 Grad!). Ein Inder spricht erst ab 39 oder 40 Grad von Hitze.

„Seid offen und aufgeschlossen für diese andere Welt. Esst mal mit den Fingern (so scharf wie noch nie zuvor!), zieht einen Sari an und fahrt mal mit der Rischka (auch wenn bei Touristen garantiert nicht der direkte Weg gefahren wird). Das sind alles Erfahrungen und schöne Erinnerungen, die euch später keiner mehr nehmen kann!“

Wir danken Mr. Mathew für seinen Besuch, sein Engagement, seinen Humor und seine offene, höchst angenehme Herzlichkeit und wir freuen uns auf ein Wiedersehen mit ihm!

Kerstin Horn/Peter Kaspar